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Treffen zu Busrouten und Abfahrtzeiten in Moabit West
 
Eine gute Nahverkehrsanbindung trägt viel zur Attraktivität eines Gewerbestandortes wie Moabit West bei. Wenn es aber immer wieder zu Verspätungen und langen Fahrzeiten kommt oder aber Haltestellen mit ungünstiger Taktung angefahren werden, leiden darunter nicht nur die Firmen, Mitarbeiter und Unternehmensbesucher, sondern der gesamte Mobilitätsgedanke von Green Moabit. Um dies zu verhindern, trafen sich am 27. Juni 2014 Mitglieder des Unternehmensnetzwerks mit Vertretern der BVG und des Bezirksamts Mitte zu einem Gespräch ber die Versorgung des Gewerbegebiets Moabit West mit Buslinien.
 

 

Die bezirkliche Wirtschaftsförderung hatte auf Initiative der BVV das Treffen organisiert. Die Anregung dazu kam aus einem Werkstattgespräch zum Stadtteilentwicklungskonzept Green Moabit, bei dem von Unternehmen die Lücken in der Busanbindung thematisiert wurden.
 
Im Werstattgespräch wurden insbesondere die Probleme mit geregelten Taktzeiten der einzigen Linie, die durch das Gewerbegebiet führt, der M27, aufgezeigt. Mitarbeiter wie auch Bewohner sind auf das pünktliche Anfahren der Haltestellen angewiesen. Die oft erheblichen Verspätungen von teilweise mehr als 30 Minuten führen dazu, dass von den Fahrgästen entsprechende Pufferzeiten eingeplant werden müssen, um Termine einhalten zu können, was die ÖPNV-Anbindung im Vergleich zum Auto unattraktiv macht.

 
Die Gesprächspartner führten die Verspätungen auf folgende Ursachen zurück:
 
    >  temporäre Baustellen,
    >  lange Linienführung (lt. Auskunft der BVG hätten allerdings Erfahrungen gezeigt, dass bei der Kürzung von Buslinien kaum
        Verbesserungen hinsichtlich der Pünktlichkeit hätten erzielt werden können),
    >  Probleme der Lichtsignalsteuerung in Hinblick auf deren mangelnde Qualitätskontrolle sowie
    >  die Anfahrbarkeit der Haltestellen.
 
Die BVG legte dar, aus welchen Gründen die eigentlich attraktiven Taktzeiten von phasenweise 6-7 Minuten oft nicht eingehalten werden können. Neben Baustellen erschweren auch zugeparkte Haltestellen und fehlende oder nicht mehr funktionierende Vorrangschaltungen an Ampeln das zügige Durchkommen der Busse. Dem Problem der Überfüllung hingegen wurde seit April aktiv mit dem Einsetzen zusätzlicher Busse begegnet. Verbesserungen gab es auch bei den Anschlüssen S-Bahn-Bus zur Frühschicht.
 
Im Zuge des Gesprächstermins beim Bezirksamt wurden verschiedene Optionen zur Verbesserung der Situation diskutiert, wie beispielsweise der Einsatz von Expressbuslinien, die Ausweitung von Busspuren sowie die stärkere Qualitätskontrolle und der Ausbau der Ampelvorrangschaltungen für die BVG. Das Unternehmensnetzwerk bleibt am Ball und wird sich auch durch die Einbeziehung von Politik und Verwaltung dafür einsetzen, dass die BVG ihr Angebot verbessern kann.
 
Beschlussvorlage des Bezirksamts Mitte
 
Foto: regioconsult
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