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Veranstaltungsrückblick: Energieeffizienz in Unternehmen – lohnend für die Umwelt und gut fürs Geschäft!
 
Gerade kleine und mittlere Unternehmen können durch die Steigerung ihrer Energieeffizienz Kosten senken und somit die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Daher stand das Thema "Energieeffizienz" im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung, zu der das Unternehmensnetzwerk Moabit am 1. September 2011 ins Siemens-Gasturbinenwerk eingeladen hatte.
 

 
Die Arbeitsgruppe "Green Moabit" des Unternehmensnetzwerk Moabit e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Berlins größten innerstädtischen Industrie- und Gewerbestandort fit zu machen für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Ein gutes Forum hierfür bot die Veranstaltung „Energieeffizienz in Unternehmen – Impulse für ein Green Moabit“, die den rund 40 Gästen eine Fülle interessanter Informationen, Praxisbeispiele und Kooperationsmöglichkeiten bot. Die Solarenergiegewinnung für den Eigenverbrauch und gemeinsamer Energieeinkauf standen ebenso auf der Tagesordnung wie der Ablauf einer Energieberatung oder Einsparpotentiale bei der Beleuchtung.
 
Herr Rosenfeld (Siemens AG) eröffnete als Gastgeber die Veranstaltung mit einer Präsentation über Energieeffizienzmaßnahmen im Siemens-Gasturbinenwerk. Herr Moll (Albert Craiss GmbH & Co. KG und Vorstand des Unternehmensnetzwerks) stellte seine Idee eines gemeinsamen Photovoltaikprojektes im Netzwerk vor und Herr Schlegel (Extronic Elektronik AB) erläuterte die beeindruckenden Möglichkeiten der Energieeinsparung von bis zu 80% durch dynamische Lichtsteuerung.
 
Stefan Pagenkopf-Martin vom Energiedienstleister NENAG gab zudem einen interessanten Einblick, wie sich durch gemeinsamen Energieeinkauf und Energiecontracting bares Geld sparen lässt. Für den Gewerbeflächenanbieter ORCO-GSG, der in Moabit Gewerbehöfe in der Helmholtzstraße und Reuchlinstraße unterhält, hat NENAG zum Beispiel beim derzeitigen Strom­anbieter günstigere Bedingungen ab 2012 verhandeln können. Daraus resultiert eine Ersparnis von bis zu 16 Prozent. Herr Pagenkopf-Martin berichtete auch, dass Solarstrom und E-Mobilität bei ORCO-GSG künftig eine wichtige Rolle spielen werden. So soll der Sonnenstrom vorrangig zur Bewirtschaftung der Höfe dienen, also Flurlichter, Aufzüge und Heizungsanlagen in Gang halten. Er speist aber ebenso die Ladestationen für Elektro­autos. Darüber hinaus setzt ORCO-GSG als Gewerbeflächenanbieter mit mehr als 40 Standorten in ganz Berlin auf Dezentralität, etwa mit Block­heizkraftwerken, mittels Brennstoffzellen oder Photovoltaik. Fehlende Volumina werden über intelligente Beschaffungsmethoden am Energiemarkt eingekauft. Sogar Kleinwindenergieanlagen könnten bald zum Energiemix der ORCO-GSG gehören. Hinzu kommen Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz, zu denen die Optimierung der Heizungsanlagen oder der Einbau neuester Messtechnik gehören.
 
Matthias Kauf, Geschäftsführer der AfE – Agentur für Energieeffizienz und Vorstand im Landesverband der Bau- und Energieberater Berlin-Brandenburg, betonte in seinem Vortrag, dass neben einer ganzen Reihe von Förderprogrammen auch die Energieberatungen selbst subventioniert werden können. Für die Initialberatung und eine höchstens zehntägige Detailberatung seien rund 6.000 Euro an Zuschüssen möglich. Eine schöne Einladung für Unternehmen, die einen weiteren Schritt hin zu einer sauberen und preiswerten Energieversorgung gehen wollen.
 
Die Veranstaltung zeigte, wie lohnenswert es in jeglicher Hinsicht ist, sich intensiver mit dem Thema Energieeffizienz auseinanderzusetzen. Durch kritische Prüfung bestehender Verträge und Anlagen, simple Verhaltensänderungen oder den Einbau energiesparender Technik profitiert offensichtlich nicht nur die Umwelt, sondern letztlich auch der Geldbeutel des Unternehmers.
 
Derzeit entwickelt das Unternehmensnetzwerk Moabit Angebote für die Anschaffung kostensparender Beleuchtungssysteme und Solaranlagen sowie den Energieeinkauf. Hinzu kommen gemeinsame Energieberatungen. Heike Pfeiffer, die gemeinsam mit Jürgen Allesch den Abend moderierte, betonte die Vorteile, wenn Unternehmen sich verbünden, um die Idee eines „grüneren Moabit“ gemeinsam anzugehen. "Das ergibt Synergieeffekte, von denen alle profitieren und die weit mehr darstellen als die Summe ihrer Einzelteile."
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